Die Bergschenke ist ein bekanntes und beliebtes Ausflugslokal in der Händelstadt. In der warmen Jahreszeit lädt ein Biergarten oberhalb der Saale mit Blick auf das Saaletal und Burg Giebichenstein ein. Im Oktober 2015 übernahm ein junges Team aus der Region die Lokalität und versucht seitdem, in der etwas angestaubten Gastronomieszene der Stadt für frischen Wind zu sorgen. Mit dem Speiseberg haben sie dafür ein kleines, gemütlich-modernes Refugium geschaffen. Eine kleine, sich regelmäßig saisonal wechselnden Karte offeriert neun Gerichte, gegliedert in „vegetarisch“, „Fisch“ und „Fleisch“-Menü.  Die Preise sind moderat und die Portionen mehr als ausreichend – ein Zugeständnis an die preissensible Region.
Eine in einem Parmesanzylinder servierte Carbonara ist mit einem Stundeneigelb sachte dekonstruiert und schmeckt, wenngleich nicht spektakulär, klar und auf den Punkt gewürzt. Weit entfernt vom italienischen Einheitsbrei und Würzfleisch, das man unten in der Stadt bekommt. Kräftig mit Teriyaki-Noten ist das gute Fleisch der Flanke und Backe vom Ochsen aromatisiert. Mit gepickeltem Rettich und mürben Stücken Kerbelwurzel gefällt das schon sehr gut. Ausgezeichnet ist das abschließende Dessert, bei dem Kokos und Karotte gekonnt kühl und cremig auf weiße Luftschokolade und Basilikum-Granité treffen; alles von angenehm mittlerer Süße. Eine erfreuliche Entdeckung mit Potential! Vor oder nach dem Essen bietet sich ein Spaziergang durch die nahegelegene Dölauer Heide oder an der Saale entlang an.

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