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Yoshi by Nagaya, Düsseldorf

Wo sich jahrelang ein italienisches Restaurant am Abbau des Butterbergs durch vor Fett triefende Nudelsaucen versuchte, gibt es seit wenigen Tagen einen Leerstand weniger zu vermelden. Und das mit äußerst erfreulichem Hintergrund. Denn im prosperierenden japanischen Viertel rund um Klosterstraße und Immermannstraße, liebevoll Little Tokyo genannt, hat Yoshizumi Nagaya unweit seines Stammrestaurants Nagaya sein neues Restaurant Yoshi by Nagaya eröffnet.dsc_9508Der Eintritt in die schlauchartige Lokalität gibt noch keinen sofortigen genaueren Aufschluss über die hier servierte Küche. Am Eingang stehen in Schüsselchen Salzberge – das soll die bösen Geister vertreiben und der Neueröffnung Glück bringen. Auf jeden Fall betrete ich eine neue Welt. Es wirkt erst einmal recht dunkel und spartanisch-elegant. Ein gutes Lichtkonzept setzt die Abstufungen von Grau und Braun bei Materialien aus Holz, Stein und Stoff gekonnt in Szene.dsc_9407Am Ende des Raumes erscheint ein erleuchteter Mittelpunkt und auf einmal sieht es im Yoshi aus, wie ich mir eine japanische Sushi-Bar in Tokio vorstelle. Neben Nagaya-san steht klassisch mit Hemd und Krawatte unter der Kochjacke gekleidet ein weiterer Sushi-Meister hinter der Theke. Keine Frage, dass ich mich direkt davor auf einem der Hocker niederlasse.

dsc_9441Während sich im mit einem Michelinstern ausgezeichneten Nagaya die puristische japanische Küche immer wieder mit Einflüssen der europäischen Hochküche zu einer Fusion zusammenschließt und bisweilen ehrgeizig um die Vorherrschaft auf dem Teller duelliert, schlägt Nagaya mit dem Yoshi einen eindeutigeren Weg ein. Hier wird klassische japanische Küche serviert, die sich an den Kaiseki-Stil anlehnt. So wird hier eine Vielzahl von Gängen serviert, die sich in ihrer Abfolge mehr oder weniger am Formalismus des Traditionsmahls orientieren und puristisch sowie leicht gehalten sind. Selbstverständlich auf wunderbarer Keramik serviert und im Verlauf mit einer Steigerung der Intensität versehen. Mittags gibt es ganz ganz klassisch auch eine Bento-Box und wie im Nagaya ein etwas günstigeres Angebot. Read More

Wat is? Pizza is!

DSC_9760So, und was ist nun der nächste Trend, den wir hier in Düsseldorf aufgreifen können: Was läuft denn so in Berlin, mal einen Blick nach Frankfurt werfen und was haben die Nachbarn auf der Schäl Sick überhaupt zu bieten? Wie, in Köln machen die seit letztem Jahr groß in Pizza? 485Grad – so heißt der Laden, so heiß kann der Ofen. Und läuft. Klasse, das machen wir jetzt auch; mit dem Burgerbraten funktioniert’s doch auch prima und hat sich noch nicht totgelaufen.

Und, fürwahr, gute Pizza fehlt in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt – und nicht nur hier – wirklich. Zu sehr wurde der Verbraucher durch Tiefkühlkost und zweifelhafte Lieferdienste geschmacklich korrumpiert und auf überwürzte Biilig-Salami und Analogkäse konditioniert -wer einmal das wahre Zeug gegessen hat, wird verstehen. Also: richtige Pizza kommt unter anderem aus einem Holzofen, der Teig ist eher dünn ausgerollt und nicht dick belegt, vorallendingen nicht mit Ananasstücken aus der Dose…DSC_9761

What’s Pizza ist aber keine plumpe Kopie der Kölner Pioniere. So einfach haben es sich die What’s Beef-Macher um Selim Varol dann natürlich nicht gemacht. Das geht bei der stylisheren Optik des luftiger erscheinenden Ladens los, die eher an die Burger-Dependance erinnert und irgendwo zwischen Design mit moderner Kunst und gewollt schäbig angesiedelt ist – so, wie es heutzutage wohl aussehen muß. DSC_9764 Read More

Say Cheeeeeeeeese – New York meets Düsseltal

IMG_5189Die Weseler Strasse in Düsseltal ist eine der Straßen in Düsseldorf, die wir bei unseren unzähligen Spaziergängen nicht oft entlang flanieren – sie hat einfach nicht viel zu bieten. Hatte! In den ehemaligen Räumlichkeiten einer Bank tat sich seit Längerem etwas. Als wir beim abendlichen Schaufensterbummel den Schriftzug pyc pictureYOURcity – Cheesecake & Gallery entdeckten, leuchteten die Augen der Commis. Cheeeeeeesecake! Den bis dato besten Cheesecake ihres Lebens habe sie in San Francisco gegessen, schwärmt die Commis seit vielen Jahren.

Am vierten Tag nach Eröffnung stehen wir im ersten Art-Café mit original amerikanischem Cheesecake und Fotokunst aus den Metropolen dieser Welt. Sozusagen ein Doppel-“Say Cheeeeese“. Sehr angenehm und modern ist die Atmosphäre des Art-Cafés. Zunächst ziehen die ausgestellten Fotografien uns in ihren Bann und wir bummeln durch die Ausstellung. Read More