Restaurant Intense, Kallstadt

Endlich ist er wieder da: Benjamin Peifer hat sein Restaurant Intense in Kallstadt in der Pfalz aufgesperrt. Knapp ein Jahr ist vergangen, seit er am 16. Juli 2016 im Restaurant Urgestein in Neustadt an der Weinstraße seinen letzten Arbeitstag hatte. Dort hatte sich der 30-Jährige Pfälzer in seinem vierjährigen Schaffen einen sehr guten Namen erkocht. Seine vielfach ausgezeichnete Küche kombinierte regionalen, intensiven Geschmack und lokale Produkte mit der Feinheit und Weltläufigkeit einer Spitzenküche, die nicht vor asiatischen Einflüssen und weitgereisten Produkten zurückschreckte.
Wie es sich heutzutage gehört, hat Benjamin Peifer die Zeit bis zur Neueröffnung in den sozialen Medien angemessen inszeniert. So weckt ein ambitionierter Gastronom Neugierde und sorgt schon vor Eröffnung für Nachfrage – zudem macht es auch aus der Ferne Spaß, eine Restauranteröffnung virtuell begleiten zu können. Ich habe einen Tisch in der Pre-Opening oder Soft-Opening-Phase ergattert und sitze nun wenige Tage nach dem Start am Stammtisch. Im mit Bedacht hell-modern und geschmackvoll eingerichteten historischen Fachwerk-Ambiente nehmen daran an diesem Abend weitere sieben neugierige, erwartungsfrohe und genussfreudige Gäste Platz. Zu essen gibt es eine Intense-Variante vom japanischen Omakase: “S`werd gesse, was uff de Disch kummt”.

Selbständigkeit und Selbstverwirklichung führen auch in der Küche und beim kleinen Team zu neuen Konstellationen. Zum ersten Mal arbeitet Peifer mit seiner Lebensgefährtin Bettina Thiel, zuständig für Service und Wein, und seinem besten Kumpel Maximilian Goldberg (zuletzt als Koch im Taubenkobel und Emma Wolf tätig) in der Küche zusammen. Die Küche hat das Trio freundlicher eingerichtet. Schließlich halte er sich dort die meiste Zeit auf, so Peifer, und wolle sich dort wohlfühlen. So sieht das Herz des Intense persönlicher aus: weniger Edelstahl, kaum komplizierte Groß-Apparaturen. Stattdessen stehen dort ein beinahe haushaltsüblicher Kühlschrank und ein eher kleiner Backofen.

1. Gequellde mit weißem Kees

2. Macaron Hommage an die Pfalz

3. Dampfnudel und Woisoss4. Kingfish (Hamchi) als Cevice mit Tomate und Jalapeño
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“Victorian” in Düsseldorf revisited

Mittags, einfach so…

* Thunfisch
  Avocado· grüner Apfel· Koriander

* Steinbutt
  Champagner· Fenchel· Schnittlauch

* Seeteufel
  Merguez· Kartoffel· Coco-Bohnen·Pulpo

* Kaiserschmarrn
  Heidelbeeren· Vanille

War so gut, wie es klingt. Ziemlich leer war allerdings das Restaurant, der Magen aber wurde für einen Mittag angenehm gefüllt durch die geschmacksintensive Küche von Volker Drkosch, die ohne viel Butter, Sahne und schwere Saucen auskommt. Das ganze zu einem vernünfigem Preis von 48,00 Euro mit überzogenen 9,00 Euro für ein Glas Wein.

Ein Tip: Das Victorian nimmt an der unsäglichen Tour de gusto der Agentur Rheinlust statt und bietet für 69 Euro ein wahrhaft stattliches Menü an. Man sieht sich!!!! Und der Blog lebt auch noch!!!!

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Restaurant “Die Kurve” in Düsseldorf

Seit Anfang dieses Monats hat in Düsseldorf-Pempelfort, unweit der Nordstraße, Die Kurve eröffnet. Unter dem Slogan „köstlich. koscher. kreativ.“ wird eine israelisch-mediterrane Küche angeboten. Der Name hat keinerlei Bedeutung, heißt das Restaurant, das auch mal eine Eck- bzw. Kurvenkneipe war, seit Jahren so.

Aufmerksam und neugierig geworden durch einen Bericht auf einem Düsseldorfer PR-Blog mußte das Restaurant direkt besucht werden. Hinzukam noch die interessante, kürzlich gesehene ZDF-Dokumentation „Zwei Völker, ein Geschmack“, in der es -grob zusammengefaßt- um die Vorliebe von Israelis und Palästinensern für Hummus ging. Auch die bisher besuchten koscheren Restaurants in Antwerpen oder New York wollten doch mit einer Neueröffnung vor der Haustür verglichen werden.

Die Jüdischen Speisegesetze (hebräisch „Kaschrut“) unterscheiden in koscher („rein“, „tauglich“, „geeignet“) und trefe („unrein“). In diesen Gesetzen wird nicht nur aufgeführt, welche Lebensmittel koscher sind (z.B. Gemüse, Fleisch von wiederkäuenden Paarhufern), sondern auch Regeln der Zubereitung und zur Einrichtung der Küchen genannt.

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Karlsruhe – “Kreuz-Stübl” in Kuppenheim

Es gibt zwei Möglichkeiten – einen Sieg, dann schmeckt das Essen im Zustand der Euphorie besonders gut oder dient bei einer Niederlage, manchmal gar bei einer Punkteteilung, der Frustbewältigung. Neben der obligatorischen Stadionwurst, deren Qualität von ganz schlecht bis hin zu guter Metzgerqualität vom Holzkohlegrill reicht, kann man an den meisten Spielorten der Fußballbundesliga vor oder nach dem Spiel auch in ein Restaurant einkehren.

Daher diese neue Kategorie Auswärtsspiel, die sich mit kulinarischen Betrachtungen bei einer Reise in eine fremde Stadt, ein fremdes Stadion beschäftigt. In loser Reihenfolge folgen Berichte über Restaurantbesuche im Zusammenhang mit einem Auswärtsspiel oder auch verpaßte Gelegenheiten, was man hätte am Ort des Geschehens noch machen können.

Los geht es mit dem Besuch des Restaurants „Kreuz-Stübl“ in Kuppenheim. Der kleine Ort liegt knapp 30 Kilometer vom Wildpark-Stadion in Karlsruhe entfernt und das Kreuz-Stübl ist das badisch-regionale Pendant zu Wolfgang Raubs gleichnamigem, sternegekröntem Restaurant. Im Gault Millau 2008 steht eine Auszeichnung mit 16 Punkten zu Buche.

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