Das Buch zum Wein von Captain Cork

Weihnachten naht. Ich denke über Geschenke nach. Eine Idee ist schon da. Der Bruder interessiert sich seit einiger Zeit für Wein, seriösen Wein. Lieber Rotwein. Er definiert auch, was ihm gefällt: Der Vernatsch aus Südtirol zu schwach auf der Brust, ein Rioja schmeckte besser als der “unoaked” Portugiese und besonders in die engere Auswahl kam ein “Black Print” von Markus Schneider. Dieses zarte Pflänzchen Weinenthusiasmus will brüderlicherseits gepflegt und erweitert werden.

Natürlich hilft hier learning by drinking, aber ein wenig Theorie kann nicht schaden, sondern sogar das (Trink)Vergnügen steigern.

Da trifft es sich doch hervorragend, daß gerade zum Weihachtsgeschäft Captain Cork – Das ultimativ andere Weinbuch erscheint. Gerade hier erhoffe ich mir doch, daß alle Theorie nicht trocken ist, sondern so süffig und verständlich ist, daß sie Lust auf Lesen, Verstehen und vorallendingen auf ein Glas Wein macht. Read More

Ein erstes Mal – ProWein 2011 “Wo ist Günther Jauch?”

Die ProWein öffnet sich seit dem letzten Jahr Weinbloggern und bietet für diese gar eigene Programmpunkte an. Am Sonntag war mein erstes Mal auf der ProWein: Erschlagen von Eindrücken, überwältigt von Impressionen und ein wenig ziellos. Bei mehr als 3.600 Ausstellern aus rund 50 Ländern auch kein Wunder. Die Fachbesuchermesse ist Business, es werden Kontakte gepflegt, neue Kunden gewonnen und man zeigt Präsenz.

Klar, überall wird Wein verkostet. Die ersten Weine des vielfach diskutierten 2010er Jahrgangs sind abgefüllt und werden ausgeschenkt. Im VDP-Bereich ist in Halle 4 am meisten los, stellen doch hier mitunter die Top-Weingüter Deutschlands aus. Ich stehe gerade am Stand von  Heymann-Löwenstein aus Winnigen an der Mosel als mich ein mit mehreren Kameras bewaffneter Fotograf hektisch fragt: "Haben Sie irgendwo Günther Jauch gesehen? Der soll irgendwo hier sein…" Ja, somit hatte auch die ProWein ihren Glamour, war der Fernsehstar doch leibhaftig als Besitzer seines Weinguts von Othegraven vor Ort. 

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ProWein 2011 in Düsseldorf

Als Düsseldorfer Genußfreund auf die ProWein quasi vor der Haustür, die sich seit dem letzten Jahr Bloggern öffnet, sollte doch in diesem Jahr klappen, um mit anderen Bloggern und natürlich Winzern und Weinverkäufern in Kontakt zu kommen.

Unter "ProWein goes City" finden um die Messe in Düsseldorf auch diverse Veranstaltungen statt, die im Gegensatz zur Fachbesuchermesse für jeden zugänglich sind. Am auffallendsten dürfte das "Weinsensorium" auf dem Burgplatz sein, in dem der Besucher Wein verkosten und etwas über deutschen Wein und seine Anbaugebiete lernen kann. Das ganze ist in dem Fall sogar gratis.

In puncto Wein hat sich auch vieles in Richtung Twitter und Facebook, weg von den klassischen Blogs, bewegt. So ist die Twitterweinverkostung (hashtag #twv) mittlerweile zu einer Institution geworden. Mich findet man bei Twitter als "Weinreise".

Twitter #stantonytest – St. Antony Weingut aus Nierstein / Rheinhessen

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Wenn die Jungs von Weingut St. Antony erreichen wollten, daß ich mich erst sommerlich fühlte (Montag) und heute der Wein optimal zum endlich mal frühlingshaften Wetter paßte und die Gedanken auf meine Terrasse oder meinen Balkon sehnsüchtig gerichtet sind, haben sie ihr Ziel erreicht. War die Intention einen potentiellen Abnehmer ihrer Weine zu finden, ist die Erreichung dieses Ziels gar nícht so unrealistisch. Wollten sie gutes tun, so gaben sie mir gutes zu trinken und somit gutes zu berichten.

Neue Möglichkeiten bieten neue Chancen. Twitter, Facebook oder dieses nervige Xing – mittlerweile nutzen auch einige Weingüter alle potentiellen Vertriebskanäle des Internets aus.

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So läuft´s Business…

Product Placement in Food-Magazinen – nicht ungewöhnlich. Gibt der Anzeigenkunde mit der Glutamat-Suppenwürze eine Anzeige auf, darf doch ruhig in einem Rezept gerne mal die Zutat „Gekörnte Brühe (z.B. von M**** oder K****)“ auftauchen.

 

Solche Beispiele ließen sie en masse finden, funktioniert scheinbar so mittlerweile das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben. Ansonsten wären „Top“-Fernsehshows wie H**** K´s Modellcontest (Name gekürzt. Nicht, daß der Vater noch abmahnen muß…) gar nicht möglich, was ja auch wirklich ein enormer Verlust wäre.

 

Auf jeden Fall hat Pit Falkenstein im „Weekend Journal“ des Handelsblattes seinen festen Platz mit „Falkensteins Weinprobe“. Hier bereichtet er über Weingüter bzw. Winzer und stellt immer einen Wein vor, zu dem er dann auch ein Kurzrezept vorschlägt. Der Leser hat das Gefühl, den Winzer vor sich zu sehen und bewundert den Aufwand, der getrieben wird, um ihm die –zumeist fair kalkulierten- Weine näherzubringen. Am Ende fehlt natürlich auch nicht die Adresse, über die der Wein bezogen werden kann. Zumeist klingt es so (Text frei erfunden):

 

 „Im Jahre 1999 beschloß der hochgewachsene Winzersohn Lukas das elterliche Gut zu verlassen und sein Glück mit Weinanbau in China zu versuchen. Nach anfänglichen Problemen produziert der von Wind und Wetter und der Arbeit im Weinberg gezeichnete Fünfunddreißigjährige beachtliche Weine, die auch in der sonst so zurückhaltenden Weinszene für Aufsehen sorgten…“

Unter dem Titel „Am Fuße der Anden“ erschien am Freitag, 07. März 2008 ein Artikel über der argentinischen „Prodigo“ classico. Der Text ließ sich so an wie immer, speziell dieser Malbec wurde gewürdigt und der Preis klang mit knapp unter 10 Euro attraktiv. Zu beziehen ist dieser Wein über DosMalbec in Düsseldorf. 

Wie also kommt der Autor auf diesen Wein? Ganz einfach, Inhaberin Julia Merkel hat angerufen, ihm den Wein vorgestellt und er hat darüber geschrieben. Verwerflich ist das unter der Annahme, daß Pit Falkenstein den Wein auch wirklich für empfehlenswert hält, nicht unbedingt, wird doch so ein interessanter Wein vorgestellt. Ein wenig Geschmäckle bleibt, da der Autor durch seine ach so persönliche Skizze des Winzers eine für den Weinverkauf durchaus förderliche Stimmung erzeugt und es sich nicht verifizieren läßt, ob diese persönliche in Augenscheinnahme wirklich erfolgt ist.

 

Aber: So läuft´s Business…